Schwerpunkt
Transkulturelle Therapie
Migration, Mehrsprachigkeit, Diskriminierungserfahrung, Identitätsfragen. Ich kenne den Raum zwischen den Kulturen — als Therapeutin und biografisch.
Wer zwischen Kulturen lebt, lebt nicht 'mit zwei Wurzeln' — sondern oft mit der Frage, wo überhaupt ein Boden ist. Diskriminierungserfahrungen, Familienloyalitäten, sprachliche und körperliche Codes, die zu Hause anders sind als draußen. Wir schaffen einen Raum, in dem diese ganze Komplexität Platz hat.
Worauf wir schauen
- Identitätsfragen zwischen Herkunfts- und Lebenskultur
- Diskriminierungserfahrungen (Alltagsrassismus, struktureller Rassismus, im Beruf, im Gesundheitssystem)
- Generationenkonflikte in migrantischen Familien
- Sprachverlust oder umgekehrt Verlust der Erstsprache und damit der frühen Erinnerungen
- Migration als Traumaerfahrung (Fluchterleben, Verlust, Trennungen)
- Hochsensible Themen wie Religion, Sexualität, Familienehre — die in einigen Kontexten nicht offen gesprochen werden können
Wie wir arbeiten
- 1 Sprachwahl — wir sprechen die Sprache, in der das Thema lebt. Wechsel innerhalb der Sitzung ist normal.
- 2 Kein Erklärungsdruck — Sie müssen Ihre Familie, Ihre Kultur, Ihre Geschichte nicht erklären, bevor wir beginnen können. Ich bringe Vorwissen mit.
- 3 Kontextarbeit — wir verstehen Ihre Themen nicht nur individuell, sondern auch im Spannungsfeld der Systeme, in denen Sie leben.
- 4 Diskriminierungssensibel — Rassismus-, Migrations- und Identitätserfahrungen werden nicht psychologisiert oder weginterpretiert.
- 5 Queer- und religiös sensibel — Themen rund um Sexualität, Identität und Glaube haben hier Platz, ohne Erklärungsstress.
Häufige Fragen
Was, wenn meine Familie nichts von der Therapie wissen soll?
Die Therapie ist absolut vertraulich (§ 203 StGB). Niemand wird informiert ohne Ihre ausdrückliche, schriftliche Zustimmung. Bei gesetzlicher Krankenkasse läuft die Abrechnung über die Versichertenkarte — das ist nicht in der Familien-Post sichtbar.
Welche Sprache nutzen wir konkret?
Wir besprechen das im Erstgespräch. Viele Patient:innen wechseln nach Thema. Bei tiefen Themen ist die Muttersprache oft günstiger; bei Themen, die mit dem Berliner Alltag zu tun haben, oft Deutsch. Bei Arabisch arbeiten wir mit qualifiziertem Dolmetscher, wenn Sie tiefer einsteigen möchten.