Schwerpunkt
Angststörungen
Panikattacken, Sozialphobie, generalisierte Angst — Sie sind nicht 'übertrieben'. Wir lernen Ihr Nervensystem zu lesen und ihm wieder zu vertrauen.
Angst ist eine ältere Schwester der Vernunft — sie warnt, sie schützt, sie hält Sie wach. Wenn sie zu laut wird oder im falschen Moment, beherrscht sie statt zu helfen. Wir lernen, sie zu lesen, ihr nicht jedes Mal zu glauben, und sie wieder kleiner werden zu lassen.
Worauf wir schauen
- Plötzliche Panikattacken mit Herzrasen, Atemnot, Schwindel
- Anhaltende Sorgen, die sich nicht abschalten lassen (generalisierte Angst)
- Angst vor sozialen Situationen, Vorträgen, Fremden (Sozialphobie)
- Spezifische Phobien — Fliegen, Spritzen, Enge, Höhe
- Vermeidungsverhalten, das den Alltag immer weiter einengt
- Schlafprobleme, körperliche Anspannung, Konzentrationsverlust
Wie wir arbeiten
- 1 Verständnis aufbauen — wir kartieren, wann und wie Ihre Angst auftritt, und welche Funktion sie früher einmal hatte.
- 2 Körper beruhigen — konkrete Werkzeuge, mit denen Sie Ihr autonomes Nervensystem wieder regulieren können.
- 3 Gedanken hinterfragen — wir prüfen die Sätze, die in Ihrem Kopf laufen, auf ihre Realitätsnähe.
- 4 Schritte üben — vermeidende Verhaltensmuster werden in kleinen, geplanten Schritten zurückgenommen (Exposition).
- 5 Rückfälle einplanen — wir bauen Strategien für die Tage, an denen es wieder schwer wird.
Häufige Fragen
Wie viele Sitzungen brauche ich für eine Angststörung?
Verhaltenstherapie bei Angststörungen ist gut untersucht und vergleichsweise kurz wirksam. Die meisten Patient:innen erleben deutliche Erleichterung innerhalb von 16–24 Sitzungen. Manche brauchen länger, andere weniger.
Muss ich Medikamente nehmen?
Das entscheidet kein Psychotherapeut allein. Bei mittelschwerer bis schwerer Angststörung ist eine Kombination mit Medikation (durch Hausarzt oder Psychiater) sinnvoll. Bei leichter Form reicht oft die Therapie. Wir besprechen das transparent.